Mitteilungen

Wichtige Mitteilungen der Umweltberatung.

Natur im Garten zulassen

Schritte zum Naturgarten

Wenn wir Natur im Garten zulassen bedeutet dies auch, dass wir Veränderungen zulassen. Ganz besonders gilt dies für die einjährigen und zweijährigen Pflanzen. Sie sind auf Aussaat und Selbstaussaat angewiesen.

Die Ringelblume zum Beispiel: Sie wandert durch unseren Garten; mal keimt sie im Beet, mal keimt sie am Gartenweg; ganz wie es ihr gefällt. Das kann sie aber nur tun, wenn wir sie nach der Blüte auch samen lassen.
Oft wachsen und gedeihen ein- und zweijährige Pflanzen an solchen Plätzen viel besser und üppiger, als an den Plätzen die wir für sie vorgesehenen haben. So tauchen sie im Staudenbeet, in Rasenlücken, am Rand einer Hecke oder an Wegen und Plätzen auf. Wenn Sie nicht gleich alles weg jäten, kann es sein, dass Sie im Laufe des Gartenjahres feststellen, dass diese Neuordnung gar nicht so übel ist.
Eine gewisse Ordnung braucht auch ein Naturgarten, denn schließlich bedeutet Garten, dass ein Mensch mit seinen Wünschen und Vorstellungen beteiligt ist. Doch im Naturgarten sollten Sie den Ordnungsbegriff mit einer gewissen Großzügigkeit der natürlichen Entwicklung gegenüber handhaben.
Zweijährige Pflanzen wie Königskerze, Fingerhut, Muskatellersalbei oder Engelwurz sind gute Futterpflanzen für Insekten und werden auch zum Teil von ihnen als Nist- und Schlafplatz genutzt. Damit die Pflanzen dauerhaft im Garten bleiben, brauchen sie die Möglichkeit sich aussäen zu können. Und bei zu gründlichem Jäten haben die Pflanzen keine Chance uns im nächsten Jahr mit Blüten zu erfreuen.
Dieses und weitere Themen werden in der Ausstellung
„Schritte zum Naturgarten – Leben wieder Leben lassen“
gezeigt. Die Ausstellung tourt durch unsere Verbandgemeinden von August bis Oktober 2018.

Geschrieben von Umweltberatung am 26.06.18 um 09:43 Uhr.