Zulauf

So funktioniert der Zulauf (mechanische Reinigungsstufe oder erste Stufe).

Max. Tageswassermenge, die noch vollbiologisch gereinigt werden kann:

  • 20 045 m³/d QM (max. Förderleistung am Tag)

  • 7 560 m³/d (durchschnittl. Förderleistung am Tag)

Schmutzfracht (Kapazität pro Tag):

  • 1 760 kg/d

Die Zulaufgruppe besteht aus drei Hauptelementen:

  • Den Zulaufpumpwerken,
  • den Rechenanlagen
  • und dem Sandfängen

Das aus dem Verbandsgebiet ankommende Abwasser wird im Trockenwetterfall mit einer bzw. zwei Förderschnecken angehoben. Für den Fall des Mischwasserzuflusses bei Regenwetter stehen zwei große Regenwetterschnecken zur Verfügung.

Das so geförderte Abwasser gelangt in die automatischer Feinrechen. In den Rechen werden die ungelösten groben Schmutzstoffe aufgefangen. In einer Waschpresse werden die organischen Stoffe ausgewaschen, die Rückstände werden gepresst und entsorgt. Die ausgewaschene Organik wird weitertransportiert, weil der in ihnen enthaltene Kohlenstoff in der Kläranlage gebraucht wird. Es handelt sich hierbei um leicht abbaubare, gelöste Stoffe, die für die dortigen Mikroorganismen zugänglich sind.

Danach fließt das vorgereinigte Abwasser dem Sandfang zu. Durch das Einblasen von Druckluft über Belüfterlanzen wird in dem Sandfang eine walzenförmige Strömung erzeugt. Hierdurch sammelt sich der Sand in einer Längsrinne am Boden. Mit Hilfe eines Saugräumers wird das Sand- Wasser- Gemisch geräumt und der Sand ähnlich wie das Rechengut ausgewaschen.

Der durch die Walzenbewegung im Sandfang aufgewirbelte Schwimmschlamm und die aufschwimmenden Fette gelangen über eine Tauchwand zum angegliederten Fettfang, wo sie anschließend aus dem System entfernt werden können. Mittels Sandklassierer oder Sandwäscher wird überschüssiges Wasser und organische Bestandteile von dem Sand entfernt. Lager- und Transportkosten für den zu entsorgenden Sand werden so erheblich verringert.

Auf dem Klärwerk muss mindestens die doppelte anfallende Trockenwettermenge vollbiologisch gereinigt werden. Bei Regenereignissen wird das Abwasser in Regenbecken im Kanalnetz als auch auf der Kläranlage zwischengespeichert, um später über die Kläranlage gereinigt zu werden. Bei lang anhaltenden Regenfällen gelangt mechanisch gereinigtes Abwasser über die Regenüberläufe zu den Vorflutern. 

Fremdwasser z.B. durch Bach- und Quelleinläufe, Drainagen, angeschlossene Außengebiete, ist kein Abwasser und gehört nicht der Kläranlage zugeführt. Es belastet die Kläranlage unnötig. Der Fremdwasseranteil in unsere Verbandskläranlage wurde bereits eingedämmt und muss noch weiter reduziert werden.